Zuletzt aktualisiert: 05/01/2026
Für viele Besitzer einer Waschmaschine ist die folgende Situation bekannt: Sie laden schmutzige Wäsche ein, geben Waschmittel hinzu, wählen das passende Programm und starten den Waschgang. Nach der vorgesehenen Zeit öffnen Sie die Tür in Erwartung von Sauberkeit und Frische, aber… Die Flecken auf der Wäsche sind nach wie vor sichtbar. Da stellt sich die Frage: Warum wäscht die Waschmaschine nicht sauber, obwohl der Waschvorgang wie immer abläuft?
In der Praxis gibt es Dutzende von Gründen für schlechte Waschergebnisse – von einer einfachen Überladung der Trommel bis hin zum Ausfall wichtiger Komponenten. In diesem Artikel werden wir alle Hauptursachen für schlechte Waschergebnisse im Detail besprechen. Wir erklären Ihnen, wie Sie diese erkennen können und welche Lösungen in jedem Fall zur Verfügung stehen.
Inhaltverzeichnis
🔍 Checkliste für eine schnelle Diagnose: Was ist zuerst zu prüfen?
1. Menge der Wäsche in der Trommel – Ist die Waschmaschine überladen?
2. Dosierung des Waschmittels – Entspricht sie der Gebrauchsanleitung?
3. Art des Pulvers oder Gels – Ist es für Maschinenwäsche geeignet?
4. Gewähltes Programm – Passt es zur Stoffart und zum Verschmutzungsgrad?
5. Sauberkeit der Einspülschale – Gibt es Ablagerungen oder Verstopfungen?
6. Pumpen-/Flusensieb – Wann wurde es zuletzt gereinigt?
7. Wassertemperatur – Wird das Wasser ordnungsgemäß erhitzt?
8. Drehung der Trommel – Rotiert sie mit normaler Geschwindigkeit?
9. Wasserablauf – Läuft das Wasser nach dem Waschen vollständig ab?
10. Wasserstand in der Trommel – Ist genug Wasser für den Waschgang vorhanden?
1. Überladung der Trommel
Die maximal zulässige Beladung ist in der Anleitung der Waschmaschine angegeben. Wenn Sie zu viele Kleidungsstücke einfüllen, können diese sich physikalisch nicht mehr frei in der Trommel bewegen. Das Waschmittel kann sich nicht richtig verteilen und die mechanische Einwirkung der Trommel ist minimal. Infolgedessen wird die Wäsche nicht sauber.
Lösung:
- Beladen Sie die Trommel nicht mit mehr als 70–80 % ihres Volumens;
- Bei dichten Stoffen wie Jeans, Handtüchern oder Bettwäsche sollte es noch weniger sein;
- Orientieren Sie sich nicht daran, was „reinpasst“, sondern am vom Hersteller empfohlenen Beladungsgewicht.
2. Falsche Dosierung des Waschmittels
Oft denken wir, dass mehr Waschpulver zu einer gründlicheren Reinigung führt. In der Praxis ist das Gegenteil der Fall.
Bei zu wenig Waschmittel:
- Verschmutzungen lösen sich nicht vollständig;
- Fett und Gerüche bleiben in den Fasern.
Bei zu viel Waschpulver:
- Es bildet sich zu viel Schaum;
- Das Pulver wird nicht richtig ausgespült;
- Auf der Wäsche bleiben Schlieren und Rückstände;
- Die Waschleistung sinkt.
Lösung:
- Halten Sie sich strikt an die Dosieranleitung auf der Verpackung;
- Berücksichtigen Sie die Wasserhärte;
- Reduzieren Sie die Dosis bei konzentrierten Mitteln.
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3. Ungeeignetes Waschmittel

Selbst bei richtiger Dosierung kann ein unpassendes Mittel die Wäsche zunichte machen. Die Verwendung von Handwaschpulver in einer Automatikmaschine führt zu übermäßigem Schaum und schlechtem Ausspülen. Mittel für Buntwäsche können bei stark verschmutzter weißer Wäsche unwirksam sein. Das Ergebnis: Die Waschmaschine wäscht nicht richtig.
Lösung:
Achten Sie auf die Bestimmung des Waschmittels: Für welchen Waschtyp ist es gedacht, bei welcher Temperatur arbeitet es am effektivsten, für welche Stoffe ist es geeignet? Die richtige Wahl ist die halbe Miete für ein gutes Waschergebnis.
4. Verstopfung des Waschmittel-Dosierfachs
Das Fach für Pulver und Weichspüler wird bei der Maschinenpflege oft vernachlässigt. Mit der Zeit sammeln sich Rückstände von Waschmitteln, es bilden sich Ablagerungen und sogar Schimmel. Ein verstopftes Fach lässt das Waschmittel nicht vollständig in die Trommel gelangen, was zu einer zu geringen Konzentration und folglich zu schlechter Waschqualität führt.
Lösung:
Nehmen Sie das Fach regelmäßig heraus und spülen Sie es unter warmem Wasser ab. Verwenden Sie eine Bürste, um Ablagerungen zu entfernen. Reinigen Sie auch den Hohlraum, in den das Fach eingeschoben wird.
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5. Falsch gewähltes Programm

Jedes Waschprogramm ist auf einen bestimmten Stofftyp und Verschmutzungsgrad ausgelegt. Ein Schnellwaschgang bei 30 °C wird mit stark verschmutzter Wäsche nicht fertig und ein Schonwaschgang entfernt keine eingetrockneten Flecken von Jeans. Waschzeit, Wassertemperatur und Trommelbewegung müssen der Aufgabe entsprechen.
Lösung:
Machen Sie sich mit den Programmen Ihrer Maschine vertraut und wählen Sie das für den jeweiligen Wäschetyp am besten geeignete Programm.
6. Hartnäckige Flecken
Sehr oft liegt der Grund, warum die Waschmaschine nicht sauber wäscht, in der Art der Verschmutzung selbst. Selbst die modernste Technik kann komplexe Flecken ohne Vorbehandlung nicht entfernen. Es wird empfohlen, sie vor der Hauptwäsche einzuweichen oder mit speziellen Fleckenentfernern zu behandeln.
Lösung:
- Verwenden Sie für schwierige Flecken spezielle Fleckentferner;
- Behandeln Sie Flecken möglichst sofort;
- Waschen Sie stark verschmutzte Stellen vor der Hauptwäsche per Hand vor;
- Wählen Sie die Temperatur passend zum Fleckentyp;
- Vermeiden Sie Kurzprogramme für stark verschmutzte Wäsche.
7. Beschädigte Trommelrippen
Die Rippen in der Trommel spielen eine wichtige Rolle beim Waschvorgang. Sie erfassen die Wäsche und sorgen für intensives Durchmischen. Wenn die Rippen rissig, teilweise abgebrochen oder deformiert sind, verringert sich die mechanische Einwirkung auf die Textilien und die Wäsche wird nicht sauber.
Lösung:
Überprüfen Sie bei einer Sichtkontrolle der Trommel den Zustand der Rippen. Beschädigte Elemente müssen ausgetauscht werden, da sie empfindliche Stoffe beschädigen können.
8. Verstopftes Flusensieb
Das Flusensieb dient dazu, die Pumpe vor dem Eindringen kleiner Gegenstände wie Münzen, Knöpfe oder Fusseln zu schützen. Mit der Zeit kann es sich zusetzen, was den normalen Wasserablauf behindert. Schmutzwasser bleibt in der Trommel oder läuft nicht vollständig ab und verschmutzt die Wäsche erneut.
Lösung:
Das Sieb befindet sich meist hinter einer Klappe an der Vorderseite, unten. Reinigen Sie es regelmäßig (etwa alle drei bis sechs Monate) von angesammeltem Schmutz.
Lesen Sie auch ➡ Wie reinigt man das Flusensieb richtig?
9. Verstopfung der Ablaufpumpe
Wenn auch nach der Reinigung des Siebs das Wasser schlecht abläuft, könnte das Problem an der Ablaufpumpe selbst liegen. Dort können sich Fäden, Haare oder kleine Kleidungsstücke verfangen. Eine verstopfte Pumpe kann ihre Funktion nicht erfüllen, Wasser verbleibt im Bottich und die Wäsche wird nicht ordnungsgemäß gespült.
Lösung:
Die Diagnose der Pumpe erfordert etwas Erfahrung. Wenn Sie beim Abpumpen ungewöhnliche Geräusche hören oder der Abpumpen-Vorgang sehr lange dauert, muss die Pumpe möglicherweise gereinigt oder ersetzt werden. Wenden Sie sich an einen Fachmann.
10. Defektes Heizelement
Die meisten Waschmittel wirken nur in warmem oder heißem Wasser optimal. Wenn das Heizelement defekt ist, bleibt das Wasser kalt, und die Waschmaschine wäscht nicht mehr richtig, besonders bei fettigen oder schwierigen Verschmutzungen.
Lösung:
Lassen Sie das Heizelement von einem Fachmann überprüfen und gegebenenfalls austauschen.
11. Defekter Temperatursensor
Auch wenn das Heizelement funktioniert, kann die Maschine die Wassertemperatur nicht korrekt bestimmen, wenn der Temperatursensor defekt ist. Infolgedessen kann die Aufheizung unzureichend oder zu stark sein. Zu kaltes Wasser führt zu schlechten Waschergebnissen, Überhitzung kann empfindliche Stoffe schädigen.
Lösung:
Ein defekter Sensor muss ersetzt werden. Ohne entsprechende Kenntnisse ist eine Selbstdiagnose schwierig; für die Prüfung sind in der Regel spezielle Werkzeuge erforderlich.
12. Defekter Wasserstandssensor
Der Druckwächter kontrolliert die Wassermenge im Bottich. Bei einem Defekt kann die Maschine zu wenig oder zu viel Wasser einlaufen lassen. Im ersten Fall wäscht die Wäsche fast ohne Wasser, im zweiten verdünnt der Überschuss die Waschmittelkonzentration.
Anzeichen können ungewöhnliche Wasserstände, Programmabbrüche oder ein Startversagen der Maschine sein.
Lösung:
Ein defekter Druckschalter muss ausgetauscht werden. Ohne bestimmte Kenntnisse ist es schwierig, dieses Problem selbst zu diagnostizieren. In der Regel ist spezielle Ausrüstung erforderlich, um seine Funktion zu überprüfen.
13. Antriebsriemen gerissen oder gerutscht
Wenn der Riemen gerissen, ausgeleiert oder von der Riemenscheibe gerutscht ist, dreht sich die Trommel gar nicht oder nur sehr langsam. Ohne die nötige Bewegung ist die mechanische Einwirkung auf die Wäsche minimal, und der Waschvorgang ist wirkungslos.
Lösung:
Trennen Sie die Waschmaschine vom Stromnetz und drehen Sie die Trommel von Hand. Bei Problemen mit der Drehung prüfen Sie den Riemen. Der Austausch ist meist nicht sehr kompliziert, erfordert aber das Öffnen des Gehäuses.
14. Verschleiß der Motor-Kohlebürsten
Der Elektromotor der Waschmaschine hat Kohlebürsten, die den Strom auf den Rotor übertragen. Mit der Zeit nutzen sie sich ab, was die Motorleistung verringert. Die Trommel dreht sich langsamer, besonders beim Schleudern, und die Wäsche wird nicht sauber.
Weitere Anzeichen für verschlissene Kohlebürsten:
- Die Trommel erreicht schwer die Drehzahl;
- Es gibt Drehpausen;
- Funkenschlag im Motor;
- Geruch nach verbranntem Gummi/Plastik;
- Knacken oder Schleifgeräusche.
Lösung:
Verschlissene Kohlebürsten müssen ersetzt werden. Danach arbeitet der Motor wieder mit voller Leistung und die Trommel dreht sich richtig.
15. Defekt der Steuerplatine
Die elektronische Steuerung ist das zentrale Gehirn der Waschmaschine. Sie koordiniert Motor, Heizelement, Pumpe sowie Wasserstand- und Temperatursensoren. Bei einer Störung der Platine gerät die Programmlogik durcheinander – das Wasser wird eventuell falsch erhitzt, Motor und Pumpe arbeiten nicht im vorgegebenen Modus und einzelne Waschphasen werden falsch ausgeführt oder verkürzt. Die Maschine beendet den Zyklus formal, aber die Waschqualität leidet erheblich.
Lösung:
Diagnose und Reparatur der Elektronik erfordern Fachwissen und -werkzeug und sollten einem Spezialisten überlassen werden. Manchmal sind Einzelreparaturen möglich, andernfalls muss das gesamte Steuermodul getauscht werden.
Zum Schluss:
Wie Sie sehen, gibt es viele Gründe, warum eine Waschmaschine nicht sauber wäscht – von einfachen Bedienfehlern bis zu schwerwiegenden technischen Defekten. Beginnen Sie die Fehlersuche mit den einfachen Checks: Wäschemenge, Waschmittel-Dosierung, Programmwahl, Sauberkeit von Sieb und Dosierfach. Wenn das nicht hilft, liegt vermutlich ein technisches Problem vor.
Für die Behebung technischer Defekte werden qualitativ hochwertige Ersatzteile benötigt: Heizelemente, Riemen, Kohlebürsten, Sensoren, Siebe, Trommelrippen und andere Komponenten. Achten Sie auf kompatible, hochwertige Teile. Das ist der zuverlässigste Weg, Ihrer Maschine wieder eine stabile und effektive Leistung zu verschaffen.
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Gehen Sie schonend mit Ihrer Technik um! Rechtzeitige Aufmerksamkeit für Details ist immer günstiger als eine Generalreparatur oder der Kauf einer neuen Waschmaschine.












